Mancher Bauherr bekommt Herzstechen, wenn er sieht, was er im Rahmen vom Hausbau alleine an Stundenlohn für die Handwerker bezahlt. Die Löhne sind gestaffelt, der Meister bekommt den höchsten Satz, der Geselle weniger, am wenigsten die Lehrlinge oder Hilfsarbeiter. Da kommt eine Menge zusammen für Elektriker, Zimmermänner, Schreiner, Sanitärfachleute, Maurer und alle, die beim Hausbau eben benötigt werden. Das Thema Eigenleistung ist deshalb nicht unwichtig.
Alles, was der Bauherr oder seine Familie, Freunde oder Bekannte umsonst und selbst machen, bezeichnet man als Eigenleistung. Mit jeder Stunde, die man selbst angreift, lässt sich also kräftig sparen. An den Wochenenden, am Feierabend und in jeder freien Minute sollte man deshalb während der heißen Phasen im Hausbau einfach nichts anderes planen. Es ist ja schon gespart, wenn man sich als Handlanger zur Verfügung stellt, und der Facharbeiter, der sein Handwerk von der Pieke auf gelernt hat, hier keinen Lohnarbeiter mitbringen muss. So läppert sich beim Hausbau eine schöne Summe zusammen, die nicht aus der Kreditsumme genommen werden muss, die man sparen kann.
Nicht alles kann der Bauherr selbst. Manchmal ist es besser die Finger von den Sachen zu lassen, von denen man aufgrund mangelnder Ausbildung einfach keine Ahnung hat. Die Initiative, durch Eigenleistung am Stundenlohn für das Handwerk zu sparen, kann nämlich durchaus auch ein Schuss in den Ofen sein. Schnell ist Arbeitsmaterial kaputt, weil man sich verschnitten hat, oder falsch damit umgegangen ist. Dann hat man mehr Ausgaben, als hätte man gleich den Handwerker um Hilfe gebeten. Trotz aller Sparsamkeit heißt es nicht umsonst, dass der Schuster bei seinen Leisten bleiben soll.
