Gerade junge Menschen, die von Mängeln in einer Mietwohnung eventuell nicht viel verstehen, sollten nicht riskieren, im Überschwang der Gefühle über den Auszug von daheim, einfach einen Mietvertrag zu unterschreiben. Auch wenn eine Wohnung auf den ersten Blick ganz ordentlich aussieht, können doch versteckte Mängel vorhanden sein.
Auch junge Leute können darauf bestehen, ein Übergabeprotokoll anfertigen zu lassen bevor sie den Vertrag für die Mietwohnung unterzeichnen. Für dieses Übergabeprotokoll wird ein Termin vereinbart. Danach gehen Vermieter und künftiger Mieter durch die Wohnung, notieren Schäden, wie etwa zerbrochene Fliesen, Flecken in Teppichen, Schäden in den Wänden und so weiter. Auch die Fenster, die Heizkörper und alles Weitere werden überprüft. Sollte der Vermieter versprechen, dass eine Reparatur bezüglich einer Beanstandung schon so gut wie erledigt ist, kann man darauf bestehen, dass auch dies schriftlich mit etwaigem Termin festgehalten wird. Manchmal sind das nämlich auch nur Taktiken, um Mieter zur Unterschrift zu bewegen; danach will von der Instandsetzung niemand mehr etwas wissen. Sind beide Parteien über den Zustand der Mietwohnung einig, wird das Übergabeprotokoll von Mieter und Vermieter unterschrieben.
Weigert sich ein Vermieter, das Protokoll anfertigen zu lassen, sollten Mieter Abstand zu dieser Mietwohnung nehmen. Wenn der Mieter keinen Nachweis hat, wie die Wohnung beim Einzug aussieht, kann beim Auszug ein großes Debakel um etwaige Sanierungen entstehen. Dann war die zerbrochene Fliese auf einmal die Schuld des Mieters, auch wenn der Schaden schon eine Zeit zurück lag und vor dem Einzug deutlich sichtbar war. Junge Menschen tun gut daran, sich einen kompetenten Begleiter mitzunehmen, wenn es um das Übergabeprotokoll geht.
